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Das nächs­te Cha­os ist vorprogrammiert

Am Mitt­woch soll das neue Wobi-Gesetz in der zustän­di­gen Gesetz­ge­bungs­kom­mis­si­on behan­delt wer­den. Das Team K for­dert die Aus­set­zung und eine Über­ar­bei­tung des Ent­wurf­t­ex­tes. “Mit die­sem Gesetz kann man nicht arbei­ten”, ist Kom­mis­si­ons­mit­glied Franz Plo­ner überzeugt.

 

Die Wohn­bau­re­form wur­de in der lau­fen­den Legis­la­tur als gro­ßes Vor­ha­ben ange­kün­digt, bis­her war wenig davon zu sehen. Mit dem Gesetz zum sozia­len und öffent­li­chen Wohn­bau kommt nun ein ers­ter Teil in die zustän­di­ge Kom­mis­si­on. “So, wie das Gesetz im Moment geschrie­ben ist, weist es vie­le Unklar­hei­ten auf. Außer­dem wer­den vie­le wich­ti­ge Din­ge mit Durch­füh­rungs­ver­ord­nung der Lan­des­re­gie­rung gere­gelt”, stellt Franz Plo­ner fest. Über die Richt­li­ni­en und Kri­te­ri­en der Zuwei­sung, sowie über die Fest­le­gung des Miet­zins und vie­len wei­te­ren Aspek­ten gibt das Gesetz kei­ne Aus­künf­te im Detail. Ins­ge­samt wird im Gesetz­ent­wurf 21 mal auf Durch­füh­rungs­ver­ord­nun­gen der Lan­des­re­gie­rung verwiesen

 

Dies wird mit Durch­füh­rungs­ver­ord­nung der Lan­des­re­gie­rung fest­ge­legt. Bereits beim Lan­des­ge­setz Nr. 9/2018, “Raum und Land­schaft”, sorg­te die­se Vor­ge­hens­wei­se für ein gro­ßes Cha­os. Das Gesetz trat in Kraft und bis heu­te feh­len Durch­füh­rungs­ver­ord­nun­gen, dadurch wer­den Pro­zes­se ver­lang­samt oder voll­kom­men blo­ckiert. “Beson­ders kri­tisch sehen wir es, dass die Lan­des­re­gie­rung allei­ne ohne Ein­be­zie­hung von Sozi­al­part­nern die Durch­füh­rungs­ver­ord­nun­gen erar­bei­ten will”, ergänzt Maria Eli­sa­beth Rieder. 

 

Franz Plo­ner wird für das Team K daher Ände­rungs­an­trä­ge in den Aus­schuss brin­gen, die für die Erar­bei­tung der Durch­füh­rungs­ver­ord­nun­gen meh­re­re Part­ner berück­sich­ti­gen. “Wir stel­len uns auch die Fra­ge, ob das Wohn­bau­in­sti­tut mit die­ser Fül­le von Auf­ga­ben nicht völ­lig über­for­dert wird. Ich wer­de der Gesetz­ge­bungs­kom­mis­si­on vor­schla­gen, die Behand­lung die­ses Gesetz­ent­wurfs aus­zu­set­zen, damit ein prak­ti­ka­bles, les­ba­res und gut umsetz­ba­res Gesetz für die Men­schen in unse­rem Land erar­bei­tet wer­den kann”, so Plo­ner abschließend.

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