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Haus­pfle­ge­kräf­te­re­gis­ter — Ableh­nung trotz Lob und Zustimmung

Der Beschluss­an­trag des Team Köl­len­sper­ger zur Ein­füh­rung eines Regis­ters der Haus­pfle­ge­kräf­te, das es im Tren­ti­no bereits gibt, wur­de trotz gro­ßer Zustim­mung äußerst knapp abge­lehnt (16 Ja-Stim­men, 17 Nein-Stimmen). 

Das Durch­schnitts­al­ter der Bevöl­ke­rung steigt und erfor­dert neue Wege in der häus­li­chen Pfle­ge. Ein Regis­ter der Haus­pfle­ge­kräf­te bringt vie­ler­lei Nut­zen sowohl für die ein­ge­tra­ge­nen Pfle­ge­kräf­te als auch für jene, die Unter­stüt­zung bei der Pfle­ge brau­chen (mehr Infor­ma­tio­nen: https://www.teamkoellensperger.it/register-der-hauspflegekraefte-ein-gutes-beispiel-mit-vorteilen-fuer-alle/).

Maria Eli­sa­beth Rie­der unter­streicht bei der Vor­stel­lung des Beschluss­an­tra­ges im Ple­num auch einen ande­ren Vor­teil eines Regis­ters für Haus­pfle­ge­kräf­te: „Die­ses Ver­zeich­nis garan­tiert den Haus­pfle­ge­kräf­ten eine Deckung in sozi­al­für­sorg­li­cher und ver­si­che­rungs­recht­li­cher Hin­sicht. Es ermög­licht einen Sek­tor — die häus­li­che Pfle­ge — zu regle­men­tie­ren, in dem die Löh­ne nied­rig sind und die Ein­hal­tung der Rechts­nor­men oft ver­nach­läs­sigt wird.

 

In der Debat­te zum Beschluss­an­trag stand die Oppo­si­ti­on geschlos­sen hin­ter dem Beschluss­an­trag, sogar eini­ge Mit­glie­der der Mehr­heit stimm­ten zu, dass neue Wege und Rege­lun­gen in der häus­li­chen Pfle­ge not­wen­dig sind. Paul Köl­len­sper­ger bekräf­tig­te, dass ein Ver­zeich­nis der Haus­pfle­ge­kräf­te nur ein ers­ter Schritt sein kann, die häus­li­che Pfle­ge müs­se grund­sätz­lich über­ar­bei­tet und neu gere­gelt werden.

Lan­des­rä­tin Deeg erkann­te zwar die Wich­tig­keit des The­mas der häus­li­chen Pfle­ge, die Siche­rung deren Qua­li­tät und auch die Beglei­tung der Fami­li­en­an­ge­hö­ri­gen, sah aber nicht den Nut­zen die­ses Ver­zeich­nis­ses und reg­te die Ein­rich­tung eines Dis­kus­si­ons­ti­sches zur Pfle­ge ein. 

Ihrer Mei­nung nach füh­ren nur grö­ße­re Schrit­te und Gesamt­kon­zep­te zu einer Reor­ga­ni­sa­ti­on der häus­li­chen Pfle­ge. Die Dis­kus­si­on dar­über wird bereits seit 15 Jah­ren geführt.

Maria Eli­sa­beth Rie­der ist über die Ableh­nung des Beschluss­an­trags ent­täuscht: “Ich wür­de mir Lösun­gen, Stra­te­gien oder zumin­dest Ideen für die häus­li­che Pfle­ge erwar­ten, auch wenn Frau Deeg das Res­sort erst seit kur­zem über­nom­men hat. Natür­lich brin­ge ich ger­ne mei­ne Erfah­run­gen am Dis­kus­si­ons­tisch ein, aber es besteht sofor­ti­ger Hand­lungs­be­darf!

 

Ja, Frau Lan­des­rä­tin, gemein­sam schaf­fen wir das! Aber jeder gro­ße Weg soll­te mit klei­nen Schrit­ten begin­nen, wie mit einem Ver­zeich­nis der Hauspflegekräfte.

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