Kaffeeschweinchen

KAFFEE — NEIN DANKE!

Lie­ber Herr Landeshauptmann,

es ist in keins­ter Wei­se unse­ri­ös, dass die Gewerk­schaf­ten Sturm lau­fen gegen den “Platz­hal­ter” von zwei Mil­lio­nen Euro im Haus­halt. Voll­kom­men unse­ri­ös ist aber Ihre Ankün­di­gung die Agen­tur für Kol­lek­tiv­ver­trags­ver­hand­lun­gen ohne Abspra­che mit den Betei­lig­ten wie­der ein­füh­ren zu wollen. 

Die Agen­tur für Kol­lek­tiv­ver­trags­ver­hand­lun­gen wur­de abge­schafft, da sie sich nicht bewährt hat. Es muss­te andau­ernd Rück­spra­che mit der Lan­des­re­gie­rung gehal­ten wer­den, was die Ver­hand­lun­gen stets ver­zö­ger­te.  Die Wie­der­ein­füh­rung wür­de eine noch län­ge­re War­te­zeit auf die Ver­bes­se­rung der wirt­schaft­li­chen Bedin­gun­gen für die Ange­stell­ten bedeu­ten. Die Ver­trä­ge sind zum Teil seit zehn Jah­ren ver­fal­len, bereits im Novem­ber baten die Gewerk­schaf­ten um Auf­nah­me der Ver­hand­lun­gen — kei­ne Reak­ti­on von Sei­ten der Lan­des­re­gie­rung. Der sym­bo­li­sche “Platz­hal­ter” von zwei Mil­lio­nen Euro im Lan­des­haus­halt, der einen Kaf­fee im Monat für jeden Ange­stell­ten bedeu­ten wür­de, ist lächer­lich. Sie, Ihr Gene­ral­di­rek­tor, der geschrumpf­te Arbeit­neh­mer-Flü­gel der SVP, die Gewerk­schafts­ver­tre­tun­gen und alle Arbeit­neh­mer wis­sen, dass viel mehr Mil­lio­nen benö­tigt wer­den, um akzep­ta­ble Lohn­er­hö­hun­gen zu bie­ten. Wo ist die “neue” SVP, die sich sozi­al, offen und dia­log­be­reit zei­gen woll­te? Ich wün­sche mir von der Lan­des­re­gie­rung mehr Wert­schät­zung gegen­über all ihren Bediens­te­ten, muti­ge Ent­schei­dun­gen der SVP-Arbeit­neh­mer und end­lich eine Auf­nah­me der Verhandlungen!

Maria Eli­sa­beth Rie­der — Team Köllensperger

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