KH Schlanders (13)

NICHT NUR DER ÄRZTENOTSTAND DROHT: DER PFLEGENOTSTAND IST SCHON DA!

Im Sani­täts­be­trieb, aber auch in Alters- und Pfle­ge­hei­men wer­den Krankenpfleger/innen hän­de­rin­gend gesucht. Dies wird sich in den kom­men­den Jah­ren ver­stär­ken. Das Team K schlägt eine Außen­stel­le der Clau­dia­na als eine Maß­nah­me gegen den Pfle­ge­not­stand vor.

 

In den letz­ten Tagen und Wochen berich­te­ten Medi­en ver­mehrt über den Ärz­te­not­stand, den nun auch der Lan­des­rat bekämp­fen will. Ärz­te und Ärz­tin­nen sind wich­tig und euro­pa­weit steu­ert man auf einen Man­gel zu. In der Pfle­ge ist jedoch bereits ein Feh­len von Per­so­nal zu erken­nen. “Bet­ten wer­den geschlos­sen, vie­le Über­stun­den fal­len an. Beson­ders in Feri­en­zei­ten oder bei Krank­heits­wel­len ist die Belas­tung der Pfleger/innen groß”, erklärt Maria Eli­sa­beth Rie­der vom Team K.

Krankenpfleger/innen arbei­ten in den Kran­ken­häu­sern, im Ter­ri­to­ri­um, in Alters- und Pfle­ge­hei­men. In den kom­men­den Jah­ren tre­ten ca. 450 Pfleger/innen in den Ruhe­stand, gera­de mal 85 Absol­ven­ten brach­te die Clau­dia­na im Dezem­ber 2019 hervor.

“Lei­der haben vie­le jun­ge Südtiroler/innen, die Kran­ken­pfle­ge stu­die­ren möch­ten die Hemm­schwel­le, dass die Dozen­tin­nen und Dozen­ten an der Clau­dia­na groß­teils in ita­lie­ni­scher Spra­che unter­rich­ten” spricht Rie­der von den Schwie­rig­kei­ten der Ausbildung.

Beson­ders in den peri­phe­ren Gebie­ten schreckt das vie­le jun­ge Men­schen ab. Sie ent­schei­den sich für eine ande­re Berufs­aus­bil­dung oder gehen nach Öster­reich und kom­men dann sel­ten wie­der zurück, beson­ders seit die Aus­bil­dung auch in Öster­reich aka­de­mi­siert wur­de. Es gibt immer weni­ger Stu­den­ten aus die­sen Lan­des­tei­len an der Clau­dia­na, dar­aus müs­sen Kon­se­quen­zen gezo­gen wer­den. Eine dezen­tra­li­sier­te Aus­bil­dung, mit Außen­stel­le in Bri­xen oder Bruneck und even­tu­el­len Koope­ra­tio­nen mit dem AZW Inns­bruck, könn­te die­sen Ängs­ten ent­ge­gen­wir­ken. Einen dies­be­züg­li­chen Beschluss­an­trag hat das Team K im Okto­ber 2019 vor­ge­legt. “Wenn die Aus­bil­dung vor Ort an Außen­stel­len erfol­gen könn­te, hät­te das auch eine Stär­kung der peri­phe­ren Kran­ken­häu­ser und Pfle­ge­struk­tu­ren zur Fol­ge”, meint Rie­der.

Die Aus­bil­dungs­plät­ze an der Lan­des­fach­ho­schu­le für Gesund­heits­be­ru­fe Clau­dia­na legt die Lan­des­re­gie­rung jähr­lich mit einem Beschluss fest. Die­ser liegt einer Bedarfs­be­rech­nung zu Grun­de nach der es 400 Plät­ze benö­ti­gen wür­de. Im Mai 2019 wur­de die Anfra­ge des Team K zu den aus­ge­schrie­be­nen Aus­bil­dungs­plät­zen in der Kran­ken­pfle­ge mit 250 beant­wor­tet, im Okto­ber 2019 gab es auf eine ähn­li­che Anfra­ge die Ant­wort, dass 150 Plät­ze zur Ver­fü­gung stan­den und 150 Stu­die­ren­de auf­ge­nom­men wur­den. 150 Studienanfänger/innen sind auf jeden Fall zu wenig, gibt es doch Erhe­bun­gen, wonach 2030 2.000 Krankenpfleger/innen feh­len würden. 

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