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Wei­ter­ar­bei­ten für ein gutes Gesetz

Das Team K for­dert die Aus­set­zung und den Mut zur Über­ar­bei­tung des Gesetz­ent­wurfs zum sozia­len und öffent­li­chen Wohn­bau. Franz Plo­ner, Mit­glied des Gesetz­ge­bungs­aus­schus­ses, hat die­se For­de­rung bei der Prä­si­den­tin und der Lan­des­rä­tin deponiert.

 

In Wien lern­te der Aus­schuss eini­ge inter­es­san­te Pro­jek­te ken­nen, die auch für Süd­ti­rol funk­tio­nie­ren könn­ten. “Wien hat vie­le Gemein­de­miet­woh­nun­gen. Auch in Süd­ti­rol soll­ten mehr und güns­ti­ge, preis­ge­de­ckel­te Miet­woh­nun­gen - auch für den Mit­tel­stand — geschaf­fen wer­den”, so Plo­ner. Die Vor­aus­set­zun­gen dafür gilt es im vor­lie­gen­den Gesetz­ent­wurf, aber auch im Lan­des­ge­setz für Raum und Land­schaft zu ver­an­kern. “Die Idee der befris­te­ten Miet­ver­trä­ge und der Miet­ro­ta­ti­on, die vor allem von Sozi­al­part­nern und AFI scharf kri­ti­siert wur­de, steht voll­kom­men im Gegen­satz zu den Model­len, die wir in Wien gese­hen haben”, sagt Franz Plo­ner.

Bereits vor der Stu­di­en­rei­se nach Wien wie­sen die Mit­glie­der des Gesetz­ge­bungs­aus­schus­ses als auch Sozi­al­part­ner auf die vie­len Män­gel des Gesetz­ent­wurfs hin. “So, wie das Gesetz im Moment geschrie­ben ist, weist es vie­le Unklar­hei­ten auf. Außer­dem wer­den zu vie­le wich­ti­ge Din­ge mit Durch­füh­rungs­ver­ord­nung der Lan­des­re­gie­rung gere­gelt”, stellt Franz Plo­ner fest und weist auf einen der Haupt­kri­tik­punk­te des Geset­zes hin. Es sieht 21 Durch­füh­rungs­ver­ord­nun­gen vor, die die Lan­des­re­gie­rung im Allein­gang erlas­sen kann. “Beson­ders kri­tisch sehen wir es, dass die Durch­füh­rungs­ver­ord­nung ohne Ein­be­zie­hung von Sozi­al­part­nern erlas­sen wer­den”, ergänzt Maria Eli­sa­beth Rieder.

Um den loka­len Woh­nungs­markt für alle zugäng­lich zu machen braucht es mehr öffent­li­chen Wohn­raum, aber auch eine Anhe­bung der Ein­kom­mens­gren­zen. “Wir müs­sen im Gesetz klar defi­nie­ren, wer Zugang hat und vor allem wie wir den Mit­tel­stand defi­nie­ren, der bis­her auf­grund der Ein­kom­mens­gren­zen meist außen vor bleibt”, so Rie­der wei­ter.

Nach den Erkennt­nis­sen der Stu­di­en­rei­se for­dert das Team K die zustän­di­ge Lan­des­rä­tin als Ein­brin­ge­rin auf, den Gesetz­ent­wurf nicht in der nächs­ten Woche schnell durch den Aus­schuss zu brin­gen, son­dern sich die Zeit zu neh­men, den Gesetz­ent­wurf zu über­ar­bei­ten, damit wir nicht im sel­ben Cha­os enden, wie mit dem Gesetz Raum und Landschaft.

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