05.15._Rieder Ploner (WERTH)

BILDUNG IST NICHT BETREUUNG

Das Team K plä­diert wei­ter­hin auf ein umfang­rei­ches Bil­dungs­an­ge­bot für ALLE im Herbst. Die Schu­le ist eine Bil­dungs­in­sti­tu­ti­on, die nicht für die Betreu­ung zustän­dig ist, Arbeits­zeit des Lehr­per­so­nals soll für Unter­richt ein­ge­setzt werden.

 

“Hur­ra, der Nach­mit­tags­un­ter­richt ist da — oder doch nicht? Die Ankün­di­gung des Wahl­fach­an­ge­bots am Nach­mit­tag weckt Hoff­nun­gen, bei genaue­rem Hin­se­hen wird damit aber nur eine Pflicht erfüllt. Das Wahl­fach am Nach­mit­tag ist in den Rah­men­richt­li­ni­en vor­ge­se­hen. Dabei han­delt es sich aber nicht um cur­ri­cu­la­ren Unter­richt, son­dern um ein frei­wil­li­ges Zusatz­an­ge­bot. Wird die Kri­se dazu genutzt, Gren­zen ver­schwim­men zu las­sen? Was geschieht eigent­lich mit Ganz­tags­klas­sen und ‑grup­pen?”, fragt sich Alex Plo­ner

 

In den länd­li­chen Gebie­ten braucht es meist kei­ne zusätz­li­chen Klas­sen, weil die Räu­me groß genug sind, um die Abstands­re­geln ein­zu­hal­ten. Dort könn­te man mit dem vor­han­de­nen Lehr­per­so­nal auch den Nach­mit­tags­un­ter­richt garantieren.

 

“War­um wird also der nor­ma­le Nach­mit­tags­un­ter­richt durch ein frei­wil­li­ges Ange­bot ersetzt? Vie­le Fra­gen, die der­zeit nur schwam­mig beant­wor­tet wer­den. Groß sind die Ankün­di­gun­gen, kon­fus die Taten” sagt Maria Eli­sa­beth Rie­der. Ein Wahl­fach­an­ge­bot löst nicht die Pro­ble­me, Ängs­te und Sor­gen von den Play­ern der Bil­dung. Die Kin­der und Jugend­li­chen brau­chen so viel als mög­lich eine Rück­kehr zur Nor­ma­li­tät und ein Bil­dungs­an­ge­bot, dass umfang­reich und aus­ge­wo­gen ist. Ler­nen nur am Vor­mit­tag ist dafür nicht ausreichend. 

 

Die Balan­ce zwi­schen Schu­le und Betreu­ung ist seit jeher ein Draht­seil­akt. Schu­le ist eine Bil­dungs­in­sti­tu­ti­on und nicht eine Betreu­ungs­ein­rich­tung. Fami­li­en und Wirt­schaft benö­ti­gen aber auch Betreu­ung, außer­halb des Bil­dungs­an­ge­bots. Die­ses The­ma gab es bereits vor Coro­na. Das Team K wies auch in einem Beschluss­an­trag bereits vor einem Jahr auf die Schwie­rig­kei­ten hin, Bil­dung und Betreu­ung unter einen Hut zu brin­gen. Von den Abge­ord­ne­ten des Team K wur­de daher ein ein­heit­li­ches Bil­dungs- und Betreu­ungs­sys­tem von 0–14 vorgeschlagen.

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