03.03 (5)

Kei­ne Außen­stel­le der Clau­dia­na in Bri­xen oder Bruneck

Der Land­tag lehn­te heu­te den Vor­schlag des Team K zu Außen­stel­len der Clau­dia­na ab. Was unter­nimmt die Lan­des­re­gie­rung, um den Pfle­ge­man­gel zu bekämpfen?

 

Der Pfle­ge­man­gel ist bekannt, in den nächs­ten Jah­ren braucht es nur im Süd­ti­ro­ler Sani­täts­be­trieb ca. 450 Pfleger/innen, Krankenpfleger/innen in den Alters- und Pfle­ge­hei­men nicht ein­ge­schlos­sen. Die Lan­des­fach­hoch­schu­le für Gesund­heits­be­ru­fe Clau­dia­na bringt mit nicht ein­mal 100 Absol­ven­tin­nen und Absol­ven­ten pro Jahr nicht genü­gend aus­ge­bil­de­te Krankenpfleger/innen her­vor. Vor allem aus dem Osten des Lan­des gibt es wenig Absol­ven­tin­nen und Absol­ven­ten, gar eini­ge bevor­zu­gen ein Stu­di­um an der rela­tiv neu­en Fach­hoch­schu­le für Gesund­heit in Tirol und kom­men nach der Aus­bil­dung nicht in ihre Hei­mat zurück.

 

Aus die­sen Grün­den mach­te Maria Eli­sa­beth Rie­der vom Team K den Vor­stoß, eine Außen­stel­le der Clau­dia­na in Bri­xen oder Bruneck zu errich­ten und eine Mög­lich­keit der Koope­ra­ti­on mit der Tiro­ler Fach­hoch­schu­le für Gesund­heit zu prü­fen. “Natür­lich ist eine Außen­stel­le nicht das All­heil­mit­tel gegen den Pfle­ge­man­gel, aber eine wohn­ort- und pra­xis­na­he Aus­bil­dung könn­te eine Maß­nah­me, vor allem gegen den Brain Drain, sein”, erklärt Maria Eli­sa­beth Rie­der ihr Ansin­nen. Nicht nur der Unter­richt in der Mut­ter­spra­che, auch die Orga­ni­sa­ti­on des Stu­di­ums, der hohe Prak­ti­kums­an­teil und die gerin­gen Stu­di­en­ge­büh­ren sowie güns­ti­ge­re Lebens­hal­tungs­kos­ten trei­ben jun­ge Men­schen nach Tirol. “Für die Pusterer/innen macht es kei­nen Unter­schied, ob sie nach Inns­bruck oder Bozen zum stu­die­ren fah­ren — mal abge­se­hen davon, dass es auch in Lienz einen Stand­ort der Fach­hoch­schu­le für Gesund­heit geben wird -, sie ent­schei­den sich für die attrak­ti­ve­re Vari­an­te”, gibt sich Rie­der über­zeugt.

 

Im Land­tag wur­de zwar viel über Pfle­ge­man­gel dis­ku­tiert, den Vor­schlag anneh­men woll­te man jedoch nicht. Der Lan­des­rat sorgt sich mehr um den Ärz­te­man­gel, der laut sei­nen Aus­sa­gen gra­vie­ren­der ist. Er erkann­te zwar das Pro­blem, dass Anrei­ze geschaf­fen wer­den müs­sen, um aus­ge­bil­de­tes Pfle­ge­per­so­nal im Land zu hal­ten, war aber nicht bereit, dem Beschluss­an­trag zuzu­stim­men. “Es ist nichts Neu­es, dass die Lan­des­re­gie­rung kon­kre­te Vor­schlä­ge vom Team K ablehnt, trotz­dem wer­den wir wei­ter­hin Mög­lich­kei­ten der Ver­bes­se­rung auf­zei­gen und uns für ein moder­nes Sani­täts­sys­tem ein­set­zen”, mein­te Rie­der nach der Ableh­nung des Beschlussantrags.

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