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Mit dem Fahr­rad durch die Euregio

Der Drei­er­land­tag geneh­migt einen Beschluss­an­trag des Team K für eine regi­ons­über­grei­fen­de Fahr­rad­stra­te­gie im Sin­ne eines sanf­ten und nach­hal­ti­gen Tou­ris­mus. Bestehen­de Rad­rou­ten in der Eure­gio sol­len ver­netzt und bewor­ben werden.

Der Antrag des Team K fand im Drei­er­land­tag in Alp­bach gro­ße Zustim­mung. Die­ser sieht vor, den Aus­bau und Zusam­men­schluss der Rad­rund­we­ge inner­halb der Eure­gio  im Sin­ne des Eure­gio-Stra­te­gie­plans vor­an­zu­trei­ben. Dar­in sind  gemein­sa­me Sicher­heits- und Qua­li­täts­stan­dards eben­so vor­ge­se­hen, wie eine gemein­sa­me Fahr­rad­po­li­tik und ein Moni­to­ring für alle Berei­che der Rad­mo­bi­li­tät, sowie eine gemein­sa­me Wer­be- und Tou­ris­mus­stra­te­gie für die­se Radrundwege.

Immer mehr nut­zen auch Ein­hei­mi­sche die Mög­lich­keit, die eige­ne Hei­mat zu erle­ben und im wahrs­ten Sin­ne des Wor­tes, zu erFAH­REN. Dafür bie­tet sich das Fahr­rad an. Es ermög­licht unter­schied­li­chen Alters­grup­pen und Fami­li­en gemein­sa­me Erleb­nis­se und Rei­sen. Das Fahr­rad ist ein Schlüs­sel für die Errei­chung der Kli­ma­zie­le, Kos­ten­er­spar­nis­se im Gesund­heits­sys­tem und Nach­hal­tig­keit. Alle drei Län­der haben in den letz­ten Jah­ren vie­le Initia­ti­ven, vor allem für Pendler*innen, gestar­tet, um den Umstieg vom eige­nen Auto auf das Fahr­rad, auch im Zusam­men­spiel mit dem öffent­li­chen Nah­ver­kehr, attrak­tiv zu gestal­ten. Vie­le Fahr­rad­we­ge und Rad­rou­ten wur­den errichtet. 

“Das Fahr­rad kann also zum Trei­ber einer gemein­sa­men Iden­ti­tät im Sin­ne der Nach­hal­tig­keit und des Kli­ma­schut­zes der Euro­pa­re­gi­on Tirol-Süd­ti­rol-Tren­ti­no wer­den”, sagt Erst­un­ter­zeich­ne­rin Maria Eli­sa­beth Rieder.

Der Rad­tou­ris­mus gewinnt immer mehr an Bedeu­tung. Erleb­te das Fahr­rad als Ver­kehrs­mit­tel bereits vor der Pan­de­mie einen Boom, sei es im Arbeits- als auch Frei­zeit­be­reich, so ist die Freu­de am Fahr­rad­fah­ren seit 2020 nahe­zu explo­diert. Der Sole24ore berich­tet von fast 2 Mil­lio­nen ver­kauf­ten Fahr­rä­dern im Jahr 2020, 19% mehr als 2019. Im Jahr 2019 gene­rier­ten Fahr­rad­rei­sen fast 55 Mil­lio­nen Näch­ti­gun­gen, 6,1% aller Näch­ti­gun­gen in Ita­li­en. Ein/e Fahr­rad­fah­re­rIn gibt ca. 75€ pro Kopf und Tag aus, was eine Wert­schöp­fung von 4,7 Mil­li­ar­den € gene­riert. ¾ der Sum­me stammt davon von aus­län­di­schen Tou­ris­ten (2019). 

“Durch das E‑Bike ist Rad­fah­ren zum Erleb­nis für alle gewor­den, Fami­li­en kön­nen Fern­rad­we­ge eben­so nut­zen wie jun­ge und älte­re Men­schen. Die Eure­gio hat bereits eine Mach­bar­keits­stu­die für Rad­rund­we­ge, die bestehen­de Rad­we­ge ver­bin­den, neue Teil­stü­cke schaf­fen und die Anbin­dung an gro­ße bekann­te Rad­we­ge berück­sich­ti­gen soll, in Auf­trag gege­ben”, erklärt Rie­der und betont, “dass vor­han­de­ne Syn­er­gien genutzt und ver­netzt wer­den sollen.” 

Durch über­re­gio­na­le Rad­we­ge kann die Euro­pa­re­gi­on ihre Mar­ken­be­kannt­heit stei­gern. Gute Infra­struk­tu­ren sind eine Vor­aus­set­zung für Tagesradler*innen und Mehrtagesradler*innen. Dazu gehö­ren Aus­leih- und Rück­ga­be­punk­te für Fahr­rä­der, Lade­sta­tio­nen, Mög­lich­kei­ten klei­ne­rer Repa­ra­tu­ren und Luft­pum­pen. Auch die All­tags­taug­lich­keit der Fahr­rad­we­ge ist zu beach­ten. Unnö­ti­ge Stei­gun­gen sind zu ver­mei­den, eine Schnee­räu­mung ist vor­zu­se­hen und die regel­mä­ßi­ge Erneue­rung des Belags. Auf Teil­ab­schnit­ten ist auch eine Beleuch­tung manch­mal eben­so not­wen­dig. wie Bahn­an­bin­dun­gen und Über­nach­tungs­mög­lich­kei­ten in ver­schie­de­nen Preissegmenten.

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